Behrens

Scroll, und du spielst.

Behrens Modell 228, ein Konzertflügel, und Saties erste Gymnopédie. Jedes Stück Weg, das du scrollst, ist ein Ton.

Ohne Ton geht es auch: Du siehst jede Taste, jeden Hammer, jede Saite.

Ein Ton alle vierzig Pixel.

Die Noten hängen an der Strecke, nicht am Mausrad. Scrollst du langsam, spielst du langsam.

Taste, Hebel, Hammer.

Die Taste kippt, das Hebelglied hebt die Stoßzunge, und der Hammer fliegt die letzten Millimeter frei gegen die Saite.

Zurück spielt nichts.

Ein Klavier hat keinen Rückwärtsgang. Scroll nach oben, und die Saiten klingen nur nach.

Eine Reihe weißer Filzhämmer dicht unter gespannten Stahlsaiten, dahinter umsponnene Basssaiten
Wollfilz auf Weißbuche. Jeder Hammer wird mit Nadeln weicher gestochen, bis die ganze Reihe gleich klingt.

Leise muss er auch können.

Satie schreibt über das Stück nur „Lent et douloureux“: langsam und schmerzlich. Das verlangt einen Flügel, dessen leisester Ton noch bis in die letzte Reihe trägt.

Hörst du gerade den Mittelteil? Er wechselt nach C, ohne Kreuz. Die Hämmer bleiben weich, auch wenn du schneller wirst.

Länge
228 cm, Breite 157 cm
Gewicht
488 kg
Klaviatur
88 Tasten, Belag aus Mineralwerkstoff, kein Elfenbein
Resonanzboden
Bergfichte, luftgetrocknet, 9 mm an der dünnsten Stelle
Saiten
226, die tiefsten 46 kupferumsponnen

Jetzt der Deckel.

Zweite Hälfte, volle Akkorde. Er geht so weit auf, wie du scrollst.

Jede Saite, die du triffst, schwingt.

So lange, wie sie wirklich klänge: die tiefen lange, die hohen kurz.

Darunter singt das Holz.

Der Resonanzboden aus Fichte macht aus dem Draht einen Klang. Ohne ihn hörst du fast nichts.

Letzter Takt.

Halt kurz an und hör, wie er ausklingt. Dann druckt die Seite dein Programm.

Programm

Das hast du gespielt.

Erik Satie, Gymnopédie Nr. 1, „Lent et douloureux“

Am Flügel: du. Instrument: Behrens Modell 228.

Noch nicht gespielt. Scroll nach oben, fang beim Saal an, und die Kurve füllt sich Takt für Takt.

Satie schreibt kein Metronom vor, nur: langsam und schmerzlich. Die Kurve misst dein Tempo in Vierteln pro Minute, Takt für Takt, über der Notenzeile. Wo du per Notenband gesprungen bist, reißt sie ab.

Spiel es im Showroom auf dem echten Instrument. Wir schreiben dir einen Termin.

Demo-Seite: Die Anfrage wird nirgendwohin geschickt. Dein Tempo stünde mit drin.