Erlwein Zum Werkstattzettel

Erst Kiesel, dann Licht.

Ein Verlobungsring aus der Goldschmiede Erlwein beginnt bei einem Stein, der noch nicht leuchtet. Scroll, und schleif ihn selbst fertig.

Zum Werkstattzettel

Licht zurück im Schema: 0 von 41 Strahlen

Zuerst die Tafel, dann die Rundiste.

Der Schleifer sägt die Oberseite plan. Das wird die Tafel, das große Fenster oben im Stein. Dann setzt er ihn gegen einen zweiten Stein und schleift ihn rund.

Danach hat der Kiesel eine Form. Licht hat er noch keins: es geht hinein und kommt irgendwo heraus, nur nicht oben.

Werkbank der Goldschmiede: Feilnagel aus Holz mit einem unfertigen Goldring und Feilspänen, daneben Bügelsäge, Feilen, Flachzange und Ringriegel
Unsere Werkbank. Hier wird gesägt, gefeilt und gefasst. Den Diamanten selbst schleift ein Schleifer, mit dem wir zusammenarbeiten.

Oben: 33 Facetten.

Die Krone fängt das Licht ein und gibt es wieder ab. Jede Facettenart hat ihren eigenen Winkel.

1 Tafel

Das Fenster nach oben. Rund 55 Prozent des Durchmessers.

8 Sterne

Liegen flach um die Tafel und teilen das Licht in Funken.

8 Hauptfacetten

Stehen in 34,5 Grad und bestimmen, wie viel Licht hineinkommt.

16 Rundist­facetten

Führen die Krone sauber an den Rand.

Schön ist er jetzt. Hell noch nicht.

Noch fällt das Licht unten heraus.

Im Schema kommen gerade 0 von 41 Strahlen oben zurück. Der Rest verlässt den Stein durch den Boden, denn der Boden ist noch Rohling.

Der Pavillon. 24 Facetten nach unten.

Hauptfacetten und untere Rundistfacetten, über Kreuz geschliffen. Jede nimmt dem Rohling ein Stück Boden.

Erst steil vorgeschliffen.

Bei 48 Grad wirft der Boden das Licht schon zurück, aber schief. Ein Teil geht seitlich verloren.

Dann Grad um Grad flacher.

Flacher heißt: noch mehr Material weg. Deshalb kommt man von steil, nie von flach. Schau unten auf den Winkel.

Bei 40,75 Grad zündet er.

Fast jeder Strahl trifft innen zweimal auf und kommt oben wieder heraus. Das ist Brillanz, und sie hängt am Winkel, nicht an der Größe.

Pavillon
48,0 °
Licht zurück
0 von 41

Schema: Schnitt durch die Mitte, vereinfacht in 2D, Brechzahl 2,417.

Sechs Krappen, von Hand gelegt.

Wir suchen den Stein nach seinem Schliff aus, nicht nach seinem Gewicht. Dann treiben wir die Krappen über die Rundiste, eine nach der anderen, bis er sich nicht mehr rührt und trotzdem von unten Licht bekommt.

Unter der Lupe drückt ein Treiber eine Krappe aus Gelbgold über einen runden Brillanten, der Ring steckt im Ringkloben aus Holz
Eine Hand ruht auf grauem Leinen, am Ringfinger ein schmaler Solitärring aus Gelbgold mit sechs Krappen
So sitzt er später. Schmal, damit der Stein die Hauptsache bleibt.

Dein Werkstattzettel.

Wähle Form, Fassung und Metall. Wir zeichnen den Ring darauf, mit der Lichtspur aus deinem Schliff. Bring ihn zum Erstgespräch mit.

Form
Fassung
Metall

Lichtspur: noch nicht geschliffen.

Der Zettel bleibt auf deinem Gerät. Gesendet wird nichts.