Aus einem Bogen wird ein Buch.

Lagenhaus druckt, falzt und heftet von Hand, ab einem Exemplar. Scroll, und der Bogen auf der Bank wird zum Buch.

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Erst die Zahlen.

Elf neben sechs, die obere Reihe steht auf dem Kopf. So muss es sein: Der Bogen ist für drei Brüche gedruckt.

Erster Bruch.

Die linke Hälfte kommt über die rechte, Kante auf Kante. Dann zieht das Falzbein den Bruch scharf.

Zweiter Bruch, quer dazu.

Darum heißt das Kreuzbruch: Jeder Bruch liegt im rechten Winkel zum letzten.

Dritter Bruch. Das ist der Rücken.

Acht Blätter liegen jetzt übereinander. Kopf und Vorderkante sind noch geschlossen, die schneidet später das Messer auf.

Wenden. Seite 1 liegt oben.

Blättere die Lage durch, so liegen die Seiten:

    Die Folge rechnet die Seite aus dem gefalzten Bogen aus, nicht aus einer Liste.

    Vier Lagen, ein Block.

    Ein Buch mit 64 Seiten sind vier solcher Lagen. Sie kommen in Reihenfolge aufeinander, das heißt Zusammentragen.

    Seite 17, 33, 49.

    Jede Lage fängt da an, wo die vorige aufhört. Die oberste Seite verrät, welche es ist.

    Die Flattermarke.

    Auf jedem Rücken sitzt ein kurzer schwarzer Strich, bei jeder Lage eine Stufe tiefer. Du siehst sie gleich, wenn der Block steht.

    Lieber einmal mehr prüfen.

    Liegt eine Lage verkehrt herum, steht ihr Strich am falschen Ende. Das fällt hier auf, nicht erst beim Leser.

    Stimmt die Treppe, stimmt das Buch.

    Warum Faden.

    Eine fadengeheftete Lage hängt am Falz, nicht nur am Leim. Das Buch öffnet sich bis in den Bund und bleibt aufgeschlagen liegen, auch nach vielen Jahren Lesen.

    Links fadengeheftet: liegt offen bis in den Bund. Rechts klebegebunden: hält gut, öffnet sich aber nicht ganz.

    Dazu läuft die Faser des Papiers parallel zum Rücken. Quer dazu würden die Seiten sich wellen, und das Buch schlüge sich steif auf.

    Aufstellen.

    Der Block steht auf der Vorderkante, der Rücken zeigt nach oben. Die Flattermarken laufen als Treppe, also stimmt die Reihenfolge.

    Vorstechen.

    Die Ahle sticht sechs Löcher in jeden Falz, für alle vier Lagen an genau derselben Stelle.

    Heften auf Band.

    Ein Faden läuft innen durch den Falz, kommt an jedem Band heraus, legt sich darüber und geht wieder hinein.

    Lage an Lage.

    Am Kopf und am Schwanz hängt ein Kettenstich jede Lage an die vorige. Der Faden reißt dabei nie ab.

    Anziehen.

    Ein Zug am Faden, und vier lose Lagen werden ein Block.

    Kapitalband.

    Oben und unten ein schmales Band aus Garn. Es schützt die Kante, wenn man das Buch aus dem Regal zieht.

    Einhängen.

    Der Block kommt in die Decke aus Leinen, der Deckel klappt zu. Ein Buch, das flach aufliegt.

    9988551212161611441313Widerdruck. Der schwarze Strich am Rücken ist die Flattermarke der ersten Lage.
    1111667710101414332215151. Bruch: links über rechts2. Bruch: oben nach unten3. Bruch: rechtes Viertel über das linkeSchöndruck. Beidseitig auf A4 quer drucken, an der kurzen Kante wenden. Nach dem dritten Bruch wenden: oben liegt Seite 1. Kopf und Vorderkante aufschneiden.Lagenhaus Bastelbogen

    Falz ihn selbst.

    Das ist derselbe Bogen wie oben. Drucke ihn beidseitig auf A4 quer und wende an der kurzen Kante. Dann: linke Hälfte über die rechte, obere nach unten, rechtes Viertel über das linke. Wenden. Oben steht die 1.

    Passt die Rückseite nicht genau, drucke beide Seiten einzeln und klebe sie Rücken an Rücken.


    Bei uns in der Werkstatt

    Fadengeheftete Hardcover, Fotobücher, Notizbücher und Abschlussarbeiten, vom Einzelstück bis zur Kleinauflage. Schick uns Format, Seitenzahl und Wunschtermin.

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