Langteig

Schnitt durch den Teig: dicht und grau, noch ohne Blasen.

Unser Brot beginnt am Abend davor.

Das ist ein Schnitt durch unseren Teig, eben angesetzt mit Anstellgut vom Montag. Scroll, und er geht auf.

Laib vormerken

Noch ist er grau und dicht.

Mehl, Wasser, Salz und ein Löffel vom alten Teig. Siehst du die ersten winzigen Punkte? Da fängt es an.

Mit nassen Händen

Gefaltet, nicht geknetet.

Immer wieder ziehen wir den Teig an einer Seite hoch und legen ihn über sich selbst. Dabei ordnen sich die Kleberfäden zu einem Netz, das später das Gas festhält.

Bleib hier einen Moment stehen. Je ruhiger gefaltet wird, desto runder werden die Blasen.

Zwei bemehlte Hände ziehen einen hellen Sauerteig auf einem Holzbrett in einer langen, dehnbaren Bahn nach oben
Gefaltet wird auf dem Brett, Lage über Lage, bis der Teig sich spannt.

Jetzt arbeitet der Teig allein.

Die wilden Hefen aus dem Anstellgut bilden Gas. Es sammelt sich in winzigen Blasen, und der Kleber hält sie fest.

Lass ihn stehen.

Hör kurz auf zu scrollen. Der Teig geht trotzdem weiter, so wie bei uns in der Wanne.

Wo zwei sich treffen, wird eine draus.

So entsteht eine unregelmäßige Krume. Formen kann man sie nicht, nur abwarten.

Kühlraum bei Nacht: Holzregale mit runden Gärkörben, jeder mit einem Leinentuch abgedeckt, durchs Fenster fällt blaues Licht

Dann wird es kalt und still.

Über Nacht kommt jeder Laib in seinem Korb in den Kühlraum. Die Blasen wachsen kaum noch. Die Säure arbeitet weiter und macht den Geschmack.

Das ist der Teil, den man nicht abkürzen kann.

Morgens in den Ofen.

Der Stein ist so heiß, dass sich das Gas ein letztes Mal ausdehnt.

Der Einschnitt reißt auf.

Wo wir mit der Klinge geritzt haben, bricht die Haut und stellt ein Ohr auf.

Die Kruste wird braun.

Zucker und Eiweiß an der Oberfläche rösten, von außen nach innen.

Und jetzt steht sie.

Die Krume ist fest. Jede Blase bleibt, wo du sie hast wachsen lassen.

Deine Gare

So hast du ihn geführt.

  • Falten Ruhig gefaltet: die Blasen sind rund geworden.
  • Warme Gare Lange warm gestanden: große, offene Löcher.
  • Kalte Nacht Lange im Kühlen: viele feine Bläschen und kräftige Säure.

Was wir freitags und samstags backen

Hausbrot
Weizen mit etwas Roggen. Offene Krume, dunkle Kruste.
Dinkellaib
Dinkel und Leinsaat. Feinere Poren, saftig.
Roggenlaib
Fast nur Roggen. Dicht, kräftig, hält sich lange.
Leere Brottüte aus Kraftpapier, flach von oben auf einem bemehlten Holzbrett
Langteig Dein Laib, Anstellgut vom Montag

Deine Krume kommt auf die Tüte.

Wähle Tag und Größe. Wir legen dir den Laib im Laden in der Mühlgasse zurück.

Abholung
Größe

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