Sie ist nicht tot. Sie hat Durst.

Ein Einblatt lässt die Blätter hängen, sobald die Erde trocken ist. Scroll, und gieß sie.

Meinen Platz prüfen

Erst die Erde.

Das Wasser sinkt bis zu den Wurzeln. Oben an den Blättern passiert noch nichts.

Ein glänzendes Einblatt-Blatt im Gegenlicht, Mittelrippe und feine Seitenadern leuchten hellgrün, ein paar Wassertropfen auf der Oberfläche

Nicht krank, nur leer

Jede Zelle ist ein Wasserballon in einer Schachtel.

Ist der Ballon voll, drückt er von innen gegen die Wand, und das Blatt steht. Fehlt Wasser, wird er weich, und das Blatt klappt zusammen. Botaniker nennen diesen Innendruck Turgor.

Bleibt ein Blatt nach dem Gießen weich und wird gelb, war es eher zu viel Wasser. Dafür ist der Plan am Ende da.

Wie ein Schluck Wasser in die Blattspitze kommt.

Ohne Pumpe. Oben verdunstet Wasser, und das zieht von unten nach, Faden für Faden.

Wurzelhaar

Feine Härchen an der Wurzelspitze saugen das Wasser zwischen den Erdkrümeln heraus.

Stängel

Im Querschnitt sieht man die Leitbündel. In ihren Röhren steigt das Wasser nach oben.

Blattader

Die Mittelrippe verteilt es in die Seitenadern, bis in den Rand des Blatts.

Spaltöffnung

Unten am Blatt öffnen sich winzige Poren. Hier geht Wasser als Dampf hinaus und zieht den Faden nach.

Warm, hell und trocken heißt: mehr Dampf hinaus, schneller wieder Durst. Darum hängt der Gießplan am Platz, nicht am Kalender.

Ein Glas Wasser. Sieben Blätter. Schau hin.

Jetzt trinkt sie.

Das helle Band ist das Wasser. Es steigt in den Leitbahnen der Stängel nach oben.

Blatt für Blatt.

Wo es ankommt, füllen sich die Zellen. Der Stängel spannt sich, das Blatt hebt sich und öffnet sich.

Scroll zurück, sie lässt wieder los.

So sieht ein trockener Nachmittag aus. Keine Krankheit, nur leere Leitbahnen.

Zuletzt die Blüte.

In echt dauert das ein paar Stunden. Hier hast du es in ein paar Sekunden gesehen.

Wo sie steht, entscheidet, wie schnell sie wieder durstig ist.

Dieselbe Pflanze, derselbe Topf, dieselbe Erde. Nur der Platz ist anders.

Einblatt im Terrakottatopf auf einer weißen Fensterbank an einem Nordfenster, gleichmäßiges kühles Licht
Nordfenster. Gleichmäßiges, kühles Licht. Sie trinkt langsam.
Einblatt im Terrakottatopf auf einer Fensterbank im harten Nachmittagslicht eines Südfensters, scharfe Schatten an der Wand
Südfenster. Die Sonne heizt den Topf auf. Sie trinkt schnell, und direkt an der Scheibe können Blätter verbrennen.
Einblatt im Terrakottatopf auf einem Holzhocker mitten im Wohnzimmer, das Fenster weit hinten
Raummitte. Drei Meter vom Fenster ist es dunkler, als es aussieht. Die Erde bleibt lange nass.

Wo steht sie bei dir?

Zwei Angaben genügen. Die Banderole am Topf rechnet daraus, wie oft du gießt.

Das Fenster zeigt nach
Abstand zum Fenster

Gießplan · Einblatt

Ostfenster, etwa 1 m

alle 7 Tage

etwa 250 ml, nach 15 Minuten den Untersetzer leeren

    Morgensonne ist ihr liebstes Licht.

    Faustregel einer erfundenen Marke. Vor dem Gießen: Finger 2 cm in die Erde, trocken heißt gießen.

    Einblatt im Terrakottatopf, 17 cm, mit Banderole für deinen Platz. 34 Euro.

    Demo-Seite: Es wird nichts bestellt und nichts gesendet.