Erst die Sonne. Dann das Haus.

Morgenseite plant Einfamilienhäuser nach dem Licht, Raum für Raum. Scrollen Sie durch einen Tag: den 21. Juni auf einem Grundstück in Kassel.

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Das erste Licht gehört dem Schlafzimmer.

Die Sonne geht heute um 5:06 Uhr im Nordosten auf. Das Fenster nach Osten fängt sie, bevor der Wecker klingelt. Der gelbe Fleck im Plan ist ihr Licht auf dem Boden, gerechnet für genau diese Minute.

Küche mit langer Eichenarbeitsplatte unter einem breiten Fenster, Morgensonne legt ein helles Trapez auf Platte und Betonboden

Frühstück im Licht. Kochen im Schatten.

Die Küche liegt nach Osten. Sie bekommt die Sonne am Vormittag, solange dort gefrühstückt wird. Wenn am Nachmittag der Herd an ist, steht die Sonne längst hinter dem Haus.

Das klingt selbstverständlich und wird doch selten gebaut, weil ein Grundriss meist nach der Straße gezeichnet wird und erst danach nach dem Himmel.

Im Plan ist es jetzt 9:30 Uhr, die Sonne steht 40° hoch im Osten.

Schnitt durch die Glasfront

Mittags bleibt die Sonne draußen.

Im Juni steht sie so steil, dass der Dachüberstand die ganze Glasfront beschattet. Der Strahl, der gerade an seiner Kante vorbeigeht, trifft die Terrasse und nicht den Boden dahinter. Höchster Stand heute: 62° um 13:24 Uhr.

Im Dezember reicht sie bis an den Tisch.

Dieselbe Kante lässt die flache Wintersonne durch. Die gestrichelte Linie zeigt den 21. Dezember um 12:20 Uhr, nur 15° über dem Horizont. Dann wärmt sie den Raum, wenn er es braucht.

Das Raumbuch.

Jeder Raum bekommt die Tageszeit, zu der er gebraucht wird. Die Balken sind aus dem Sonnenstand gerechnet: wann direktes Licht durch die Fenster dieses Raums auf den Boden fällt.

Schlafzimmer mit tiefem Bett und weißer Leinenwäsche, erstes Sonnenlicht als schräges Feld an der Wand

Schlafen

Fenster nach Osten

Licht zum Aufwachen, abends kühl und dunkel.

Küche

Fenster nach Osten

Sonne zum Frühstück, Schatten zum Kochen.

Wohn- und Essraum mit Eichentisch hinter einer raumhohen Glasfront nach Süden, darüber ein tiefer Dachüberstand, der Boden im Schatten

Wohnen und Essen

Glasfront nach Süden, mit Dachüberstand

Im Sommer hell ohne Hitze, im Winter mit Sonne bis zum Tisch.

Leseecke

Ein schmales Fenster nach Westen

Bis zum Nachmittag im Schatten. Gleich ist sie dran.

Richtwerte aus dem Sonnenstand. Bäume, Nachbarhäuser und Wolken rechnet die Seite nicht mit, die Planung schon.

Abends wird der Westen wichtig.

Die Sonne sinkt nach Nordwesten. Der Schatten des Hauses schwenkt über den Garten wie ein Uhrzeiger.

Ein schmales Fenster. Ein Sessel.

Das Fenster ist kaum breiter als eine Schulter und sitzt tief in der Wand. Es lässt nur einen Streifen Licht herein, und der wandert.

Dafür steht dieses Fenster da.

20:15 Uhr. Der Streifen liegt auf dem Sessel. Den Platz hat die Rechnung bestimmt, nicht der Möbelkatalog.

Leseecke im Abendlicht: ein sehr schmales hohes Fenster in einer dicken weißen Wand, ein langer goldener Lichtstreifen über dem Betonboden neben einem Eichensessel mit Wolldecke

Dann geht sie unter.

Um 21:42 Uhr, im Nordwesten. Ab jetzt leuchtet das Haus von innen.

Wo liegt Ihr Norden?

Drehen Sie die Nordnadel auf die Lage Ihres Grundstücks. Derselbe Grundriss, anders herum gebaut, verschenkt sein Licht.

Norden oben, wie geplant

So geplant bekommt jeder Raum sein Licht zur richtigen Zeit.

    geplant mit Ihrer Nordnadel, 21. Juni

    Morgenseite Anfrage Erstgespräch
    Ausrichtung Norden oben

    Demo-Seite: Die Anfrage wird nirgendwohin geschickt.