Ohlrich

Sitzt. Auch nachher.

Salon Ohlrich in Hamburg. Wir schneiden so, dass dein Haar nach jeder Bewegung in dieselbe Form zurückfällt, auch ohne Föhn.

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Schüttel mal.

Scroll weiter, und sie schüttelt den Kopf. Halt an, und schau, wo die Strähnen landen. Dann noch mal.

Jedes Mal anders.

Und meistens im Gesicht. Das ist kein Haarproblem. Das ist ein Schnitt ohne Linie.

Der Salon: ein schwarzer Friseurstuhl vor einem hohen Spiegel an einer hellgrauen Kalkwand, Morgenlicht vom Fenster auf dem Betonboden

Im Salon sitzt jeder Schnitt.

Die Frage ist der Mittwoch danach. Ohne Föhn, ohne Rundbürste, nach einer Nacht auf der Seite und zehn Minuten auf dem Rad.

Bei uns gibt es einen Stuhl, einen Spiegel und neunzig Minuten Zeit. Ein Teil davon vergeht, bevor die Schere überhaupt aus der Schublade kommt.

Erst schauen, wie es fällt.

Trocken, bevor es nass wird. Wohin will dein Haar von selbst, wo steht ein Wirbel, wo zieht es nach vorn?

Dann eine Linie.

Eine einzige, quer durch alle Strähnen. Was darunter liegt, fällt auf den Umhang.

Jetzt schüttel noch mal.

Es fliegt genauso wie vorher. Aber es landet jedes Mal in derselben Form, auf der roten Linie.

Ein ganz normaler Tag.

Für den wir schneiden. Nichts davon passiert im Salon.

7:10

Kissen

Eine Seite platt, die andere hoch. Mit den Fingern einmal durch, und die Linie ist wieder da.

8:05

Helm

Zwanzig Minuten Fahrrad, Helm ab. Kein Abdruck, der bis zur Mittagspause bleibt.

18:30

Mütze

Den ganzen Nachmittag drunter. Kopf schütteln, fertig, auf zum Abendessen.

22:15

Handtuch

Waschen, rubbeln, lufttrocknen lassen. Am Morgen fällt es dorthin, wo es geschnitten wurde.

Bleibt noch Hamburg. Hier weht es fast immer.

Jetzt Wind.

Von hinten, in Böen, wie am Elbufer. Scroll weiter, und er wird stärker.

Alles im Gesicht.

Das darf passieren. Ein Schnitt muss nicht still halten. Wichtig ist, was passiert, wenn der Wind abreißt.

Wind weg. Sitzt.

Strähne für Strähne zurück auf die Linie. Scroll ein Stück zurück, und der Wind kommt wieder.

Neunzig Minuten, vier Schritte.

Schauen
Wir sehen dein Haar trocken, so wie es von selbst fällt, und fragen nach deinem Morgen.
Schneiden
Nass, in Abschnitten, mit einer Linie, die du vorher im Spiegel gesehen hast.
Nachschneiden
Trocken, Strähne für Strähne, bis jede nach dem Schütteln an ihren Platz zurückfällt.
Nachsehen
Nach zwei Wochen kommst du kurz vorbei. Sitzt etwas nicht, schneiden wir nach.
Hände der Friseurin: ein roter Kamm zwischen den Fingern, die Schere schneidet eine gerade Linie durch dunkles, kinnlanges Haar
Die Linie entsteht nass. Ob sie hält, zeigt sich erst trocken.

Salon Ohlrich

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