U-Bahn, 7:42
Das Kreischen in der Kurve ist weg. Die Durchsage lässt der Sprachmodus durch.
Sordin S1
Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung. Scroll langsam nach unten: Sie dreht sich auf, und die Straße wird still.
Ton nur nach Klick, leise gestartet. Ohne Ton erzählt das Bild alles.
Lärm ist kein Ereignis, er ist ein Zustand. Er sitzt den ganzen Tag mit am Tisch, im Zug, im Büro, und du gewöhnst dich an ihn wie an einen schiefen Stuhl.
Der S1 nimmt dir die Welt nicht weg. Er dreht sie leiser, so weit du willst. Wie weit gerade, zeigt der Regler auf der Grenze.
Scroll weiter. Jeder Ort kommt laut von links und wird an der Grenze leise.
Das Kreischen in der Kurve ist weg. Die Durchsage lässt der Sprachmodus durch.
Zwölf Gespräche werden ein fernes Murmeln. Deine eigene Arbeit wird wieder laut genug.
Das Rollen der Räder, die Klimaanlage, der Tisch nebenan: drei Stufen leiser.
Ein Hammer bleibt ein Hammer. Aber er klopft jetzt an eine Tür, nicht an deinen Kopf.
Das Triebwerk wird ein gleichmäßiges Rauschen, und dann ein Hintergrund, den du vergisst.
Sechs Mikrofone hören die Umgebung mit. Der S1 rechnet zu jedem Geräusch sein Spiegelbild aus und spielt es mit. Was sich überlagert, löscht sich aus.
Am besten gelingt das bei tiefen, gleichmäßigen Tönen: Motor, Rauschen, Brummen. Hohes und Plötzliches dämpfen vor allem die Polster.
Laut.
Noch ein Stück.
Leiser.
Noch leiser.
Hörst du das?
Nichts mehr, was du nicht hören willst.
Wenig, das man sieht. Kein Knopf vorne, keine Leuchte. Gesteuert wird mit einem Drehring an der rechten Muschel: nach vorn leiser, nach hinten mehr Welt.
Alle Angaben sind Teil der Demo. Sordin und der S1 sind erfunden.
Der S1 kommt im Frühjahr. Trag dich ein, und wir sagen dir zuerst Bescheid.