Spule 24

Rolle 1 0,00 m

Aus Standbildern wird Film.

Programmkino mit einem Saal, 84 Plätzen und einem 35-mm-Projektor. Scroll, und der Streifen läuft durchs Bildfenster.

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Im Fenster rastet jedes Bild ein.

Das Malteserkreuz hält den Streifen fast die ganze Zeit still und zieht ihn dann genau vier Löcher weiter. Ein Kader, 19 Millimeter.

Und jetzt dreht sie sich um.

Sieben Standbilder hintereinander. Welches im Fenster steht, entscheidet nur, wie weit du bist. Zurückscrollen dreht sie wieder weg.

Eine Frau im hellen Trenchcoat steht am Ende eines Holzstegs, von hinten, und schaut aufs graue Meer
Sie beginnt, den Kopf nach rechts zu drehen
Ihre Wange und Wimpern werden sichtbar
Ihr Kopf im Profil, der Blick nach unten
Sie hat sich halb umgedreht, das Gesicht im Dreiviertelprofil
Fast ganz umgedreht, die Augen wandern zur Kamera
Sie steht der Kamera gegenüber und schaut direkt ins Objektiv
Vorführkabine bei Nacht: ein schwerer 35-mm-Projektor mit zwei Filmrollen, eine Hand legt die obere Rolle ein, der Lichtstrahl geht durch ein kleines Glasfenster in der Wand
Rolle oben, Rolle unten. Ein Spielfilm auf 35 mm kommt meist auf fünf oder sechs Rollen.

Hinter dem kleinen Fenster

Hier legt jemand jede Rolle von Hand ein.

Bevor das Licht im Saal ausgeht, steht Merle oben in der Kabine, fädelt den Streifen durch Schleifen, Zahntrommeln und Bildfenster und schaut einmal durch das Glas, ob die Schärfe sitzt.

Saal
84 Plätze in sieben Reihen, leicht ansteigend
Projektion
35 mm, neue Filme digital über dieselbe Leinwand
Vorprogramm
Keine Werbung. Manchmal ein Kurzfilm, angekündigt
Sprache
Wo möglich im Original mit Untertiteln

Saal dunkel.

Der Streifen ist eingelegt. Oben in der Kabine geht gleich die Lampe an.

Dieselben sieben Bilder.

Kein Video. Sieben einzelne Kader, jetzt so groß wie die Wand. Welcher gerade steht, hängt allein davon ab, wie weit du gescrollt hast.

Dazwischen ist es dunkel.

Während der Streifen weiterspringt, deckt die Blende das Bild ab. Darum siehst du nie zwei Bilder halb, nur eins nach dem anderen.

Sie hat dich gesehen.

„Am Ende des Stegs“, unser Hausfilm. Donnerstag, 19:30 Uhr, von der Rolle.

Diese Woche im Saal.

Jede Vorstellung ein Kader. Tipp eine an, sie wandert unten auf deine Karte.

Ab Donnerstag läuft das neue Programm. Was hier steht, gilt bis Mittwoch.

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Ein Saal. Kein Werbeblock. Das Licht geht pünktlich aus.

„Wenn das Bild einmal kurz springt, ist das kein Fehler. Das ist eine Klebestelle, und die hat eine Geschichte.“

Merle Janßen, Vorführerin

Such dir deinen Platz.

Dunkel ist schon vergeben. Tipp einen freien Sitz an, die Karte wird gestanzt.

Leinwand

Spule 24 Lichtspiele

Am Ende des Stegs

Do, 19:30 Uhr

Reihe?

Platz?

Preis9,50 €

Demo-Seite: Es wird nichts gesendet und kein Platz wirklich zurückgelegt.