Aus Standbildern wird Film.
Programmkino mit einem Saal, 84 Plätzen und einem 35-mm-Projektor. Scroll, und der Streifen läuft durchs Bildfenster.
Platz wählenIm Fenster rastet jedes Bild ein.
Das Malteserkreuz hält den Streifen fast die ganze Zeit still und zieht ihn dann genau vier Löcher weiter. Ein Kader, 19 Millimeter.
Und jetzt dreht sie sich um.
Sieben Standbilder hintereinander. Welches im Fenster steht, entscheidet nur, wie weit du bist. Zurückscrollen dreht sie wieder weg.







Hinter dem kleinen Fenster
Hier legt jemand jede Rolle von Hand ein.
Bevor das Licht im Saal ausgeht, steht Merle oben in der Kabine, fädelt den Streifen durch Schleifen, Zahntrommeln und Bildfenster und schaut einmal durch das Glas, ob die Schärfe sitzt.
- Saal
- 84 Plätze in sieben Reihen, leicht ansteigend
- Projektion
- 35 mm, neue Filme digital über dieselbe Leinwand
- Vorprogramm
- Keine Werbung. Manchmal ein Kurzfilm, angekündigt
- Sprache
- Wo möglich im Original mit Untertiteln
Saal dunkel.
Der Streifen ist eingelegt. Oben in der Kabine geht gleich die Lampe an.
Dieselben sieben Bilder.
Kein Video. Sieben einzelne Kader, jetzt so groß wie die Wand. Welcher gerade steht, hängt allein davon ab, wie weit du gescrollt hast.
Dazwischen ist es dunkel.
Während der Streifen weiterspringt, deckt die Blende das Bild ab. Darum siehst du nie zwei Bilder halb, nur eins nach dem anderen.
Sie hat dich gesehen.
„Am Ende des Stegs“, unser Hausfilm. Donnerstag, 19:30 Uhr, von der Rolle.
Diese Woche im Saal.
Jede Vorstellung ein Kader. Tipp eine an, sie wandert unten auf deine Karte.
Ab Donnerstag läuft das neue Programm. Was hier steht, gilt bis Mittwoch.
Platz wählenEin Saal. Kein Werbeblock. Das Licht geht pünktlich aus.
„Wenn das Bild einmal kurz springt, ist das kein Fehler. Das ist eine Klebestelle, und die hat eine Geschichte.“
Such dir deinen Platz.
Dunkel ist schon vergeben. Tipp einen freien Sitz an, die Karte wird gestanzt.
Leinwand